Levada
Entlang der Levada eröffnen sich schöne Ausblicke

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Zwei Levadas gesperrt

8. November 2009

Wanderwege in Ribeiro Frio und Arco da Calheta betroffen

Einzigartig sind die Wanderwege entlang der Levadas auf Madeira. Die Bewässerungskanäle haben in der Regel so wenig Gefälle, dass man nicht spürt, ob man in Fliessrichtung läuft oder dagegen – natürlich kann man es im Wasser sehen. Stundenlang und fast ohne zu ermüden folgt man dem Wasserlauf und durchquert die schönsten Landschaften. Ein Levadaweg ist schmal, manchmal nur ein Mäuerchen, und er ist vor allem ein Wirtschaftsweg: Der Levada-Wärter, der Levadeiro, nutzt diesen Weg, um den Wasserkanal instand zu halten. Ein kleinerer oder größerer Erdrutsch kann den Kanal verstopfen, die Mauer kann brechen und durchlässig werden, ein Strauch kann ins Wasser stürzen oder auch nur hineinwachsen – der Levadeiro hat stets genug zu tun. Gelegentlich muss eine Levada auch komplett erneuert werden. Dann wird sie für Wanderer gesperrt, damit die Wanderer nicht gefährdet sind und die Arbeiten in Ruhe ausgeführt werden können. Dies ist im Moment an zwei Stellen auf der Insel der Fall: an der Levada da Portela im Nordosten und an der Levada Nova im Südwesten. An beiden Levadas gibt es Ausweichmöglichkeiten für die Wanderer. 

Das Stück der Levada Nova verläuft zwischen Arco da Calheta und Carvalhal, kurz vor Ponta do Sol. Ein Abschnitt, der durch Laubwald führt, und gelegentlich wunderschöne Blicke auf die Südküste über Arco da Calheta und Madalena do Mar freigibt. Abenteuerliche Brücken ohne Geländer und steile Abgründe sind nicht jedermanns Sache, doch ist dieser Teil der Levada Nova insgesamt ein angenehmer, nicht allzu anstrengender Streckenabschnitt für trittsichere und schwindelfreie Wanderer. Noch mindestens bis Ende Mai ist die Levada hier gesperrt. Von Arco da Calheta in Richtung Calheta und Prazeres gibt es keine Sperrungen. In der Umgebung der Bauarbeiten für die Schnellstraße in den Westen – zu Zeit bei Faja da Ovelha – fühlen sich Wanderer vielleicht durch den Baulärm und die brutalen Eingriffe in die Natur gestört, danach geht es dann weiter durch Wald und landwirtschaftlich genutzte Flächen bis nach Ponta do Pargo im äußersten Westen.

Die Levada da Portela, die vom Portela-Pass (zwischen Machico und Porto da Cruz) bis nach Ribeiro Frio führt, ist noch bis März gesperrt. Es ist die erste grundlegende Renovierung der Levada in den 70 Jahren ihres Bestehens. Dieser Wasserkanal ist nicht komplett gesperrt, denn andere Wanderwege und landwirtschaftliche Wege kreuzen die Levada und müssen zugänglich bleiben. Um die Übersicht zu erleichtern, wurden hölzerne Tafeln angebracht, auf denen mögliche Wege eingezeichnet wurden. Der Wanderer kann also durchaus von Portela losgehen und den Wald an dieser Levada erkunden. Nur die komplette Strecke bis Ribeiro Frio ist zur Zeit nicht möglich.

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