Flussbettreinigung
Die Flussbetten werden gereinigt

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Fluss-Bett–Wäsche

21. September 2009

Funchal beteiligt sich an der internationalen Initiative „Climate World“

Viele Touristen genießen, dass Madeira im Vergleich zu anderen Ferienzielen relativ sauber dasteht. Am Wochenende des 18. und 19. September setzten sich mehr als hundert Personen dafür ein, dass Funchal weiterhin sauber bleibt.

 

Die Initiative „Climate World“ wurde ursprünglich in Australien ins Leben gerufen und weitete sich dann international aus. Sie hat die Beseitigung von Müll in Flüssen und an Felshängen zum Ziel. Die Säuberungen finden alljährlich im September statt. In Funchal stieg eine breite Koalition aus Pfadfindern, Anrainern, freiwilliger Feuerwehr, Rathausbediensteten und Soldaten in die zur Zeit noch trockenen Flussbetten der Stadt hinab, um sie zu reinigen. Bevor es auf Madeira eine Müllabfuhr gab, warf man den Hausmüll in den Fluss oder kippte ihn die Felsen hinunter. Irgendwann wurde er ins Meer gespült oder geweht, um auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden. Manche Leute, und nicht nur alt gewordene Madeirenser, verfahren immer noch so, obwohl die Müllcontainer an jeder Straßenecke stehen. Mülltrennung erscheint ihnen zu kompliziert und die großen Müllcontainer Flussbett oder Steilhang sind nie voll.

In früheren Zeiten war es nicht dramatisch, wenn der Abfall im Meer landete. Die Haushalte sonderten fast ausschließlich organischen Abfall aus, den die Meerestiere verarbeiteten oder der dem ökologischen System des Meeres nicht schaden konnte. Heute sind es Kunststoffe und Plastiktüten, die Allesfresser wie Schildkröten bitter aufstoßen und neugierigen Delfinen den Erstickungstod bringen. Also müssen, bevor die herbstlichen Regenfälle einsetzen, die Flussbetten sauber sein. In Funchal sind sie es nun, dank des ehrenamtlichen Einsatzes vieler Menschen.

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