LugardeBaixoFeb07
noch immer leer: der Yachthafen von Lugar de Baixo

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Leuchtturm fiel um

3. März 2007

Yachthafen von Lugar de Baixo zum vierten Mal überspült

Als gigantische Fehlplanung erweist sich die Marina von Lugar de Baixo. Doch die seit 30 Jahren regierende Partei („Wir bauen die Zukunft“) will den Irrtum nicht eingestehen.Im einem ersten Sanierungsschritt wird nunmehr ein 20 Meter hoher Felsen abgetragen. Kostenvoranschlag für dieses Vorhaben: 7,5 Millionen Euro. Von diesem Felsen sind in den vergangenen Monaten immer wieder lose Brocken auf den Gehweg im Yachthafen hinabgestürzt. Erst dann wird es möglich sein, die eigentliche Schwachstelle in Angriff zu nehmen. Eine niederländische Spezialfirma soll die Mauer längs des Hafenbeckens gegen die Wellen des Atlantik verstärken. Die veranschlagten Kosten dieses Unterfangens wurden bislang nicht bekanntgegeben. Die einfache Mauer, die derzeit den Hafen begrenzt, hält einer mittelstarken Brandung, wie sie im Durchschnitt zweimal pro Jahr eintritt, nicht stand. Betonteile verrutschen, Fugen reißen auf und am 22. Februar 2007 fiel einer der beiden Leuchttürme in der Hafeneinfahrt den über die Mauer brandenden Wellen zum Opfer. Wer die Richtung der Hafenmauer mit der Richtung der Jahrhunderte alten Klippe von Ponta do Sol vergleicht (siehe Fotovordergrund und –hintergrund), wird leicht den Unterschied bemerken. Die Klippe geht stracks ins Meer hinein. Sie bricht die starken Wellen aus Südwest rechtwinklig, während die Mauer des Hafenbeckens den Brechern eine echte Breitseite bietet. Zudem haben die klugen Baumeister der Vergangenheit die ins Meer hineinragenden Felsen von Ponta do Sol nicht allesamt mit Mauern eingeschalt. Ein Fenster im Mauerwerk (auf dem Foto gut zu erkennen) läßt die gewaltige Macht des brandenden Wassers ins Leere laufen. Darum stehen die Klippen von Ponta do Sol, wo man in einem bescheidenen Restaurant sehr schön sitzt, seit jeher „wie ein Fels in der Brandung“, während der Yachthafen von Lugar de Baixo seit zwei Jahren evakuiert ist.

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