Weihnachtsbeleuchtung Porto Santo
Der Lichterhimmel in Vila Baleira

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Traditionell und schlicht

15. Dezember 2006

Festbeleuchtung auf Porto Santo

Sterne und Engel, ein Lichterhimmel und Ketten von Glühbirnen, die einen Baum zieren. Das ist der ganze Reichtum der Weihnachtsbeleuchtung von Madeiras Nachbarinsel Porto Santo.Dem ruhesuchenden Touristen in der Vorweihnachtszeit erscheint das als ein wahrer Reichtum, verglichen mit dem grellbunten Kitsch und den unendlich blinkenden Lichterketten in den Zentren des Kommerzes. Die Unrast unserer Zeit ist freilich auch auf Porto Santo angekommen. Unzählige Betonmischer rattern über die Strassen; Raser versuchen, die in zunehmender Verkehrsdichte verlorenen Minuten aufzuholen; sterile Wohnblöcke werden aus der Erde gestampft. Man verspricht sich von den zwei touristischen Großprojekten, die am Strand entstehen, mehr als fünfhundert neue Arbeitsplätze. Ein Großteil dieser Arbeitsplätze wird von Zugereisten besetzt werden, die mit ihren Familien in den neuen Wohnungen unterkommen sollen. Porto Santo wandelt sich. Da ist die Weihnachtsbeleuchtung im Hauptort Vila Baleira 2006 ein sentimentales Relikt. Eine leuchtende Erinnerung an einfaches, ruhiges, besinnliches Leben mit Phantasie anstelle von Dauerreiz. Die Sterne von Porto Santo scheinen in gelbem und weißem Licht. Diese Kontrastlosigkeit, die so gar nicht in unsere überzeichnende Welt passt, entspricht eigentlich der Idee des Advent, in der ein Licht das andere ergänzt – ohne nervöses An/Aus-Geflacker. Unspektakulär sind die Weihnachtslichter ursprünglich - und das sind sie immer noch an den dunklen und langen Abenden im vorweihnachtlichen Porto Santo.

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