Weihnachstbeleuchtung
Funchal im vollen Glanz

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Advent auf Madeira

1. Dezember 2006

Funchal mit kunterbunter Lichterparade

In der City der Inselhauptstadt hängen alle Bäume voller bunter Birnen. Ein überdimensionaler Weihnachtsbaum strahlt auf die Mole. Funchal ist geschmückt mit Tausenden von Lämpchen und glitzernden Lichterketten.Angeknipst wurde die vorweihnachtliche Illumination schon im November. Das ist neu. Vor einigen Jahren noch bestimmte der katholische Festkalender den Start der Lichterparade. Das war der 8. Dezember. An diesem Tag feiert die katholische Kirche die „Unbefleckte Empfängnis Mariens“. Der Mythos legt auf dieses Datum die wundersame Zeugung Marias, die dann später als ungekrönte Göttin des Christentums zum Weihnachtsfest der Welt einen Jungen schenken wird. Heute schaltet man die Illumination bereits Ende November ein. Wie überall hat sich auch auf Madeira das kommerzielle Dogma gegenüber dem kirchlichen durchgesetzt. Auch die Themen der Weihnachtsbeleuchtung sind um kommerzielle Aspekte bereichert worden. So hängen nun im Lichterglanz Geschenkpakete und allerlei Kitsch, der sich amerikanischem Einfluß verdankt. Die klassischen Weihnachtsmotive waren allerdings immer schon bizarr auf Madeira. Ein strahlender Tannenbaum mit schwerer Kunst-Schneelast wirkt bei möglichen 20 Grad Abendtemperatur absurd. Die Fülle der Lichter, ihre Farben und Formen sind trotz solcher Abstriche imposant. Ein beschaulicher Abendspaziergang durch die Stadt sei daher empfohlen. Wenn die Geschäfte geschlossen haben und man auf den Bürgersteigen ausschreiten kann, erahnt man, was Weihnachtsstimmung auf Madeira bedeuet. Ein Glühwein wird nirgendwo angeboten. Stattdessen locken am Hafen die Stände mit den Esskastanien, die - leicht gesalzen – schmecken wie Weihnachten im Süden am Meer.

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