Wegekreuzung Levada Castelo
An der Wegekreuzung auf der Levada

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Levadawandern auf Porto Santo

29. Juli 2006

Unerwartete Schönheiten

Die meisten Gäste fahren des Strandes wegen nach Porto Santo. Dabei wartet viel mehr als der berühmte goldene Sand. Die Nachbarinsel Madeiras ist im Sommer trocken und spröde, im Winter grün und lieblich. Aber die kleine Insel dann zu erwandern, ist zu jeder Jahreszeit ein Genuss. Und wer genau hinsieht, entdeckt auch auf Porto Santo, was Madeira als Wandergebiet so attraktiv macht: die Levadas.Die Levada Pico Castelo entdeckt man zufällig, wenn man in Camacha vor einem der berühmten Hähnchen-Restaurants auf der Terrasse sitzt. Denn direkt gegenüber der Strasse verläuft der ausgetrocknete Wasserkanal, hier mit einer beachtlichen Breite von fast einem Meter. Neugierig verfolgt man den Lauf der Levada in Richtung seines Ursprungs. Schon nach einigen hundert Metern befindet man sich auf einer Runde um den Pico Castelo. Unmerklich ist hier das Gefälle des Kanals. Der Levadaweg ist breit und von Kiefern gesäumt. Die Aussicht auf den Westen der Insel ist fantastisch. Auf der Bergseite werden die Baumpflanzungen immer dichter und höher und man erkennt gut die Gräben, in denen die jungen Schößlinge im Falle eines Regengusses das kostbare Wasser für einige Zeit speichern. Schliesslich kommt von unten die Pflasterstrasse zum Pico Castelo herauf. Hier verschwindet die Levada unter der Strasse. Sie geht auf der anderen Strassenseite weiter, etwas höher am Berg. In weitem Bogen wandert man auf dem Südwesthang weiter. In einem Bachbett endet die Levada und mit ihr der bequeme, sogar mit dem Fahrrad befahrbare Weg. Wer mag, kann ab hier (nur noch zu Fuss) einer Mauer und später einem fast nicht erkennbaren Pfad folgen, immer auf derselben Höhe am Berghang, in Richtung der Kapelle da Graca. Die Baumpflanzungen sind verschwunden, stattdessen steht der Hang voller Feigenkakteen. Kurz vor der Kapelle muss man einige Mäuerchen überqueren, und schon steht man unterhalb des kleinen Kirchenbaus. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf das Dorf und den Strand. Und wenn es einmal regnen sollte, wirkt Porto Santo fast geheimnisvoll. Übrigens, die Levada Pico Castelo wird auch beschrieben in dem Wanderführer von Francisco Oliveira und Luis Ferreira, auch in deutscher Übersetzung erhältlich.

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