Bar da Murca
Urig Essen in der Fussgängerzone

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Herzhaft, gut und preiswert

27. Januar 2009

Urig in der Hauptstadt essen

Feriengäste klagen immer wieder darüber, daß die Mahlzeiten in ihren Hotels bloß internationalen Standards entsprechen, nichts aber von der einheimischen Kochkunst verraten. Wer typisch madeirensisch essen will, gehe zum Beispiel in die „Bar da Murca“ in Funchal. An den vier Tischen, die auf dem Pflaster vor dem Restaurant stehen, sitzt und speist es sich luftig und ordentlich. Alle Gerichte werden täglich frisch zubereitet.Die Tagessuppe (2,50 Euro) bekommt nicht jedem Europäer. Kohl- oder Weizensuppen liegen schwer im Magen. Dagegen ist die Sopa das Verduras (Gemüsesuppe) sehr bekömmlich. Meist muß man nachwürzen, denn die madeirensische Küche ist ein wenig laff. Das Espada-Filet mit Banane gilt als Klassiker madeirensischer Kochkunst. Für sieben Euro wird es serviert. Weitere traditionelle Speisen kommen frisch und preiswert auf den Teller: Stockfisch mit Kichererbsen, Carne de Vinho e Alhos (Schweinefleisch in Wein und Knoblauch, eigentlich ein Weihnachtsessen, das aber auch im Juli schmeckt), kleine Fleischspieße (port. Espetada, auch ein Klassiker), Brötchen mit Stockfisch. – Zubereitung und Darreichung geschehen ganz ohne Schnickschnack. Die Bar da Murca ist hauptsächlich auf einheimische Gäste eingestellt, kommt aber bei Touristen immer besser an. Wer mag, dem wird zum Essen ein Glas hausgemachten Tafelweins (Vinho Caseiro) serviert. Der madeirensische Rote ist allerdings äusserst trocken und durchaus gewöhnungsbedürftig. Die Bar da Murca liegt in der verkehrsfreien Rua das Murcas, die direkt vom Columbus-Platz (Praca Christobal Columbus) abzweigt . Wem der Stadtplan von Funchal fehlt, frage sich zunächst nach der Kathedrale (Sé) durch. Von da ist es nur noch ein Katzensprung zum Columbusplatz.

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