broa castelar
Die Süßkartoffelplätzchen

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Noch eine portugiesische Leckerei

10. Januar 2006

Die Broa Castelar ist kaum bekannt , doch ausgesprochen deliziös

Wer unter den Madeira-Reisenden kennt nicht die Honigkuchen-Spezialität der Insel? Ebenfalls schmackhaft, aber weniger kalorienreich, ist die Broa Castelar – ein Gebäck, das zu 50 Prozent aus Süßkaroffeln besteht.Da wußte einmal eine Hausfrau nicht mehr, wohin mit der Süßkartoffel-Ernte. Die Familie hatte sich daran satt gegessen, alle Nachbarn waren versorgt, und trotzdem quoll der Vorratsraum immer noch über. Um die Kostgänger zu Hause mit einer neuen Variante wieder an den Küchentisch zu locken, zerstampfte die Dame einige Süßkartoffeln zu Pürree, den sie dann nach Herzenslust würzte und anschließend in die Backröhre schob. Heraus kam ein edler Stollen, von dem die Leckermäuler daheim nicht mehr abließen. Durch Verwandte und Freunde motiviert , stattete die Hausfrau der Bäckerei auf der Ecke einen Besuch ab und verriet dem Bäckermeister ihr Rezept. Der probierte es aus und war genauso begeistert beim Genuß des Süßkartoffelstollen wie zuvor Familie, Verwandte und Bekannte der Erfinderin. Das war im Jahr 1952. Und seitdem backt die Confeiteria da Ajuda die Broa Castelar für ihre Kundchaft (Broa heißt so viel wie „Stollen“ oder „Mais-Gebäck“). Dem Süßkartoffelstollen verleihen Orangen- und Mandelaromen sowie die geraspelte Kokosnuß eine besondere Würze. Heute hat das Gebäck die Form von Plätzchen angenommen. Die Broa Castelar der Confeitaria da Ajuda wird von einigen Madeira-Filialen der Supermarktkette Pingo Doce zu räsonablem Preis angeboten.

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