irische Ecke
Die irische Ecke in Lugar de Baixo

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Wie in Irland!

2. November 2005

Ein unbekanntes Fleckchen Madeira, rauh und mild zugleich

Madeira hat nur wenige Orte, die dem Meer ganz nah und der Geschäftigkeit des Insellebens völlig entrückt sind. Wer die "irische Ecke" entdeckt, gelangt kurzfristig in eine andere Welt.Der Weg dorthin ist beschwerlich. Das ist der Grund für die Einsamkeit des Ortes an der Südwestküste zwischen Ribeira Brava und Ponta do Sol. Das Auto muß man zurücklassen und fünf Minuten über große Felsbrocken balancieren. In Lugar de Baixo befindet sich dirket am Strand das Straßencafé "Santo António". Von der Terrasse des Cafés klettere man auf den großen Steinwall, der Meer und Lagune voneinander trennt. Wer es schafft, über die Distanz von 50 Metern von Felsbrocken zu Felsbrocken zu wandeln, erreicht schließlich ein durch große Felsen vom Meer abgetrennte Wiese. Die Anstrengung, der man sich nur mit festem Schuhwerk aussetzen sollte, lohnt: Am Ziel rauscht das Meer grandios. Die schroffe Felsgestalt mit der sich anschließenden Wiesenfläche vereinen Wildheit und Milde am selben Ort, wie Reisende es vielerorts in Irland sehen und erleben können. Wer sich vom Meer weg in die andere Richtung orientiert, wird einen wackligen Holztisch finden mit ebenso wackligen Bänken drumherum. Der Sonnenuntergang läßt sich in der irischen Ecke Madeiras bei einer Flasche Wein trefflich genießen. Es empfiehlt sich aber nicht, den Dubliners im Sinne von "Seven Drunken Nights" nachzueifern. Der Rückweg verlangt einen klaren Kopf ebenso wie einen sicheren Tritt. Zum Balancieren über die Felsbrocken gibt es übrigens eine Alternative: Ein sehr schmaler Pfad führt diesseits der Lagune an der Bananenplantage entlang zur Straße zurück.

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