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Eine grüne Oase in der Stadt

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Aromatische Pflanzen auf Madeira

4. Oktober 2005

Der Jardim de Plantas Aromaticas liegt mitten in Funchal

Der Saft von Granatäpfeln schützt nach jüngsten medizinischen Vermutungen vor Prostata-Krebs. Zumindest bei Rattenmännchen. Granatäpfel heißen auf Madeira Romaes. Sie reifen im September und Oktober. Der Granatapfelbaum stammt ursprünglich aus Südosteuropa und Westasien, ist aber lange schon in Madeira heimisch. Obwohl die Frucht keinen intensiven Geruch besitzt, steht ein Exemplar des Baumes im Garten der aromatischen Pflanzen. Der Granatapfel enthält aromatisch-ätherische Öle, die die Magensaftabsonderung steigern und die Magen-Darm-Bewegung anregen.Von der Kirche Sao Pedro kommend, fällt der Blick zuerst auf den grünen Innenhof des Pflanzengartens. Man muß allerdings zu einem weiteren Innenhof vordringen, um in den Duftgenuß der madeirensischen Pflanzenwelt zu gelangen. Rosmarin, Salbei, Minze, französischer und einheimischer Lavendel, Baldrian, Zitronenmelisse und Borretsch warten darauf, beschnüffelt zu werden. Manche Pflanzen breiten schüchtern ihren Duft aus, manche nebeln die Nasen ein. Besonders wenn sie sacht berührt werden. Kraftvoll wuchert die Pertersilie. Sie ist Madeiras stärkstes Duftkraut, wächst durchaus auch wild. Ein deutsches Pharmazieunternehmen baut seine eigene Petersilie in Madeira an - mit drei Ernten pro Jahr. Vor einer Wand steht ein etwas armseliger Gingko-Baum. Er ist aus China zugereist. Dem Gingko ist es offensichtlich zu warm auf der Insel. Die spärlichen Blätter sind am Rande verfärbt. Natürlich darf die berühmte Aloe Vera nicht fehlen. Der Geruch ihres milchig-schleimigen Safts berauscht in keiner Weise – vom Geschmack ganz zu schweigen. Dessen ungeachtet gilt der Aloe-Vera-Saft fast schon als Allheilmittel. Ein Besuch lohnt sich, selbst bei Regenwetter. Der Eintritt zum Garten der aromatischen Pflanzen ist frei. Öffnungszeiten mo bis fr, 9h00 bis 17h30, feiertags geschlossen.

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