Im Capacete
Plötzlicher Nebeleinbruch

Druckansicht

Wolken im Sommer

12. Juni 2005

Der Capacete legt Schatten auf die Urlaubstage

Am 21. Juni ist Sommeranfang. Da sollte im Süden, auf Madeira, ja wohl erst recht die Sonne scheinen. Denkt der Urlauber, macht sich früh um acht bei den ersten Sonnenstrahlen auf den Weg in die Berge – und keine hundert Meter gewandert, überrascht ihn aufziehender Nebel.Wer im Juni nach Madeira kommt und vorher nichts davon weiss, reagiert ungläubig bis ärgerlich auf dieses Wetterphänomen. Der Capacete (portugies.: Schutzhelm) bedeckt die Berge vollständig, hüllt die tieferen Regionen in Schatten. Die Luft wirkt schwerer als sonst und schwül, man gerät leichter ins Schwitzen, die Stimmung bei Einheimischen wie Urlaubern ist getrübt. In der Wolkenschicht selbst ist es feucht und grau. Wenn man Glück hat, gucken gerade mal die Gipfel aus der Wolkendecke heraus und bieten eine Aussicht wie aus dem Flugzeug. Auch der Capacete verzieht sich wieder. Kein Wetter hält sich wochenlang auf Madeira. Und immerhin bieten die Woken Haut und Augen partiellen Schutz vor der Sonne. Aber Vorsicht: es dringt noch genug UV-Strahlung durch die Wolkendecke. Und oft genug reissen die Wolken mit zunehmender Höhe plötzlich auf und man wandert im prallen Sonnenschein. Darum die wichtigste Regel fürs Wandern auf Madeira, nicht nur für den Monat Juni: Packen Sie Ihren Wanderrucksack voll. Auch wenn es beim Aufbruch sonnig ist, ist ein zusätzlicher Pulli sinnvoll, und der Regenschutz sollte nicht fehlen. Auch wenn es beim Aufbruch regnet, gehören ausreichend Trinkwasser und Sonnencreme ins Tagesgepäck....

Leserbriefe

Keine Leserbriefe vorhanden

Leserbrief schreiben

Mit Sternchen (*) gekennzeichnete Formularfelder müssen ausgefüllt werden.