Radfahren macht glücklich

Radeln auf der Hochebene

8. November 2004

Mehr als tausend Meter über dem Meer und gelegentlich sogar über den Wolken

In der dunklen Jahreszeit liegt hin und wieder ein undurchdringlicher Wolkenteppich über der Insel. Die Madeirenser werden trübsinnig und die Touristen traurig, wenn die Sonne ein paar Tage Ferien nimmt und Madeira zu vernachlässigen scheint. Ganz undurchdringlich ist der Wolkenteppich freilich nicht. Wer den steilen Aufstieg durch die „Waschküche“ wagt, erlebt auf etwa 1200 m Höhe auf dem Paúl da Serra ein landschatlich bizarres und reizvolles Hochplateau. Und findet die Sonne wieder. Die Haut wird von Wind und Sonnenstrahlen gestreichelt.

Radeln auf der Hochebene1

Marina Calheta

Madeira per Boot

6. November 2004

Reichlich Platz für Freizeitkapitäne - aber billig ist es nicht

Ein junger Manager aus Hamburg brauchte dringend eine lange Pause. Ein Jahr lang wollte er auf den Ozeanen der Welt segeln. Madeira hieß die letzte Station vor der Karibik. Auf der Atlantik-Insel flirtete der Hanseat einen Monat lang mit einer Inselschönheit namens Celíne, zwei weitere Monate genoß er ihre Gunst. Eines Morgens stach der ambitionierte Segler dann schweren Herzens in See. Zwei Tage später kehrte er zurück. Nicht daß der Wind schwach war. Die Liebe zu Celíne war zu stark. Da man im Hafen der Liebe kein Boot braucht, hat der junge Mann sein Segelboot verkauft. Das war eine gute Entscheidung. Denn in den Häfen Madeiras wird man schnell viel Geld los.

Madeira per Boot2

Levada

Unbekannte bärenstarke Wandertouren

10. September 2004

Für durchtrainierte Naturfreaks

Außer Kraft und einem regulären Busfahrschein kostet es nichts. Ein jeder ist willkommen bei den nichtkommerziellen „Amigos Da Natureza“. Die Naturfreunde (so die Übersetzung) verlangen lediglich, daß der einzelne Wandersmann für sich selbst die Verantwortung übernimmt. Zum Beispiel wenn es in vier Stunden von Null auf 1400 Meter Höhe hinaufgeht und danach ein atemberaubender Abstieg folgt. Da müssen Herz und Lunge, Waden und Oberschenkel, Füsse und Schuhwerk vollauf in Ordnung sein. Sonst macht’s keinen Spaß.

Unbekannte bärenstarke Wandertouren3

Küstenstrasse

Mit dem Fahrrad zum Baden

25. Juli 2004

Stille Wege für Radfahrer

Madeiras Tunnel verkürzen den Fahrweg der Autos. Sie entlasten zudem nachhaltig alte Routen. Die ehemals stark befahrene Küstenstrasse zwischen Ponta do Sol und Madalena do Mar ist auf diese Weise zu einer erquickend grünen Strecke geworden – ideal für kleine Radtouren.

Mit dem Fahrrad zum Baden4

Die alte Levada Moinhos Ponta do Sol

Die alte Levada von Ponta do Sol kann sich endlich wieder sehen lassen

24. Juli 2004

Nach aufwendigen Ausbesserungsarbeiten verläuft der Wanderweg auf sicherem Untergrund

Überwucherndes Brombeergestrüpp und ein verheerender Erdrutsch nach ausgiebigem Regenfall – damit war der Levadapfad während vieler Monate unpassierbar geworden. Doch fleissige Levadaarbeiter schufen im Frühjahr Abhilfe. An unzähligen Stellen sicherten sie den Boden nachhaltig und die dornigen Brombeersträucher sind einstweilen beschnitten. Kaum ein Einstieg ist so leicht zu finden, wie der zur alten Levada von Ponta do Sol. Deshalb dürfte der Wanderweg am Hang des recht unbekannten Talkessels von Ponta do Sol in diesem Sommer ein „Renner“ werden.

Die alte Levada von Ponta do Sol kann sich endlich wieder sehen lassen5

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