Chao dos Louros

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Schatten und Kühle an heißen Tagen

21. Juli 2015

Kleine Runde im Lorbeerwald

sts - Auf Madeira ist Hochsommer. Am frühen Morgen lockt die Frische des jungen Tages, doch dann sitzt man lange auf der Terrasse, gießt noch einen Kaffee ein und genießt den Blick aufs blaue Meer – und ehe man sich versieht, ist es später Vormittag, die Sonne brennt vom Himmel. Eine Wanderung im Hochgebirge oder an einer schattenlosen Levada – keine Lust. Ein Besuch am Strand – viel zu voll. Eine kleine, nicht zu anstrengende Wanderung müsste es sein, schön im schattigen Wald, kühl, mit Rastplatz unterwegs.

Hier ist sie: Der kleine Rundwanderweg bei Chão dos Louros.

„Da war ich schon als Kind,“ schwärmt Maria, gebürtig aus Funchal. „Da sind wir mit dem Bus der Kirchengemeinde im Sommer vorbeigefahren, Mittagspause, zwei Stunden für Picknick aus Mutters großer Tasche und zum Ballspielen mit den Freunden.“

Die heutigen Ausflügler fahren mit dem eigenen Mietwagen, von Ribeira Brava aus hoch auf den Encumeada-Pass und auf der anderen Seite wieder herunter. Nach ein paar hundert Metern liegt links das Forsthaus Chão dos Louros, etwas unterhalb kann man auf der linken Straßenseite parken.
Man geht einige Schritte zurück bergauf und zweigt rechts ab auf den beschilderten Weg. Hier empfängt einen eine hohle Gasse im Lorbeerwald. An manchen Stellen gibt das dichte Laub noch den Blick frei zum „Pinaculo“, dem Zuckerhut westlich des Encumeada-Passes, doch bald ist man eingehüllt von grünem Wald. Kühl und frisch ist es hier oben, in der Mittagszeit haben sich gar ein paar Wolken gebildet und man registriert dankbar, wie diese die Sonne verdecken.
Der Weg ist beschildert, eine Beschreibung findet man auch im Rother-Wanderführer oder auf der Seite des Tourismus-Büros www.visitmadeira.pt Wanderweg PR 22.

Der eigentliche Rundweg braucht keine Stunde Gehzeit. Mit ausgiebiger Rast am Picknick-Platz, Fotografieren der wunderbaren Pflanzen und Moose und Staunen über die Vielfalt im Unterholz ist man vielleicht zwei Stunden unterwegs. Wer in T-Shirt und kurzer Hose aufgebrochen ist aus der Hitze an der Südküste, dem ist trotz der minimalen Steigung hier oben richtig kalt geworden. Zurück in südlicher Sonne, genießt man wieder den Sommer.

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