sts- Einen langer, bequemer Weg, immer am Meer entlang – welchem Insel-Urlauber stünde danach nicht einmal der Sinn? Strandspaziergänge und Wattwanderungen wie an der deutschen Nordseeküste kann man natürlich auf Madeira nicht unternehmen. Doch mit der Promenade vom Lido in Funchal bis zum pittoresken Fischerdorf Câmara de Lobos gibt es einen sehr ausgedehnten, gepflegten Spazierweg entlang der Küste – die Augen auf Wellenhöhe, die Nase im Wind.
sts - Der „Königsweg“, der Wanderweg PR 1 vom dritthöchsten Gipfel Madeiras Pico do Areeiro zum höchsten Gipfel der Insel Pico Ruivo, wurde heute von der Tourismusbehörde offiziell wieder zum Wandern freigegeben. Schon in den vergangenen Wochen hatte ein unerschrockener Wanderfreund in die aus Brettern zusammengenagelte Sperre ein Loch geschlagen und immer mehr Wanderer waren auf eigene Verantwortung losmarschiert.
Nach den sehr heftigen Waldbränden am 13. August des vergangenen Jahres war der Weg geschlossen worden. Angeblich waren die Steine bei dem tagelang wütenden Feuer so heiß geworden, dass weder die gepflasterten Wegabschnitte noch natürlichen Felsen als sicher gelten konnten. Immer wieder hatten einzelne Wanderer berichtet, man könne die Ein wirklicher Genuss war der Weg in diesen Monaten ohnehin nicht. Der sicherlich gepflegteste Wanderweg auf Madeira, der von 1817 auf 1862 Höhenmeter führt, öffnete einem Ausblicke auf die Verwüstungen des Feuers. Erst im Frühjahr wuchs immer mehr Grün über die schwarzen Flächen.
Ab sofort kann der Weg nun auch wieder mit „offizieller Genehmigung“ begangen werden. Und die unermüdliche Natur Madeiras deckt hoffentlich immer mehr verödete Brandflächen barmherzig mit grüner Farbe zu....
um - Los geht’s an der Kapelle hinterm Solar. Die Wanderung entlang der Levada do Moinho lässt schnell Häuser und Straßen hinter sich. Kleine Terrassenfelder säumen auf den ersten hundert Metern den Weg. Danach tauchen Wandersleut' in eine grüne Idylle ab. Kaum ein Wanderweg Madeiras transportiert soviel unverbrauchte Natur. Doch damit ist nun Schluss.
Das Unwetter von Madeira verliert seinen Schrecken
Am 20. Februar prasselte Regen ohne Ende auf die Atlantik-Insel nieder. Wassermassen stürzten zu Tale und rissen Felsbrocken, Bäume, Autos, Häuser, auch Menschen mit. Unzählige der für Madeira typischen Wasserkanäle („Levadas“) brachen. Die Bauern, die zur Bewässerung ihrer Ländereien von den Kanälen abhängen, machten sich auf einen trockenen Sommer gefasst, und die Touristen sahen ihre schönen Levada-Wanderrouten verloren. Das war vor einem halben Jahr. Inzwischen heißt es längst bei fast allen Levadas: Wasser marsch!
Ostereier suchen? Das macht auf Madeira überall Spaß und die üppige Vegetation bietet zahllose Verstecke. Der jüngst eingeweihte Wanderweg zum Fanal, noch wenigen bekannt und in wenigen Wanderführern beschrieben, ist ein besonders attraktives Ziel für den Osterspaziergang auf Madeira.