Christie's feiert Geburtstag

5. Februar 2017

Das englische Auktionshaus ist 250 Jahre alt geworden

eins - 57 Milliarden Euro betrug nach eigenen Angaben der Jahresumsatz in 2015. Mit Sotheby's teilt sich Christie's den Weltmarkt auf. Die ganz teuren Stücke kommen in New York und London unter den Hammer. Dependancen gibt es in elf Städten, von Amsterdam über Dubai und Bombay bis nach Hongkong. Es wuseln insgesamt 2500 Mitarbeiter weltweit herum, um Bilder Schmuck, Uhren – alles was teuer ist - zu den Versteigerungen herbeizuschaffen. Gegenstände unter hunderttausend Euro Schätzwert nehmen sie erst gar nicht auf.

Am Anfang war das noch anders. Da hatte der alte James Christie in London mit einer Haushaltsauflösung begonnen. Im Dezember 1766 fand die erste Auktion in Pall Mall, einer vornehmen Straße im Londoner Westen, statt. Von einer „noblen Person“ hatte der clevere Christie drei attraktive Posten abgeschleppt. Am interessantesten war die Flaschenbatterie Madeira-Wein, die bei Zuschlag einen so guten Preis erzielte, dass der gute James schon wenig später seine zweite Auktion inszenierte. Da hatte er aber schon den Kunstmarkt durchstöbert, und witterte, dass mit Gemälden gute und dauerhaft Geschäfte zu machen sind. Was ja auch stimmte. Denn Gemälde bleiben ein Leben lang und länger über dem Sofa hängen, während ein Madeira-Wein genippt, aber dann doch ausgetrunken wird. Zurück bleibt eine leere Flasche. Christie's ist übrigens heute in französischer Hand. Da zählt ein guter Bordeaux sowieso mehr.

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