Denkmal Revolta das Aguas

Der Kampf ums Wasser

19. August 2008

Marginalien aus Madeira anlässlich der Weltwasserwoche

Vom 14. bis zum 19. August fand in Stockholm die zehnte Weltwasserwoche statt. Bedrückendes Resultat: Jeder fünfte Mensch leidet bereits unter Wasserknappheit. Zukünftig wird es Verteilungskämpfe um das wertvolle Nass geben.- In Madeira tropft und rinnt Wasser derzeit noch überall. Da trifft man beim Wandern auf feuchte Wände in der Landschaft, in allen Grüntönen mit Farnen und Moosen, mit Frauenhaarfarn- und Bubikopf-Bewuchs. Doch die Niederschlagsmengen sind rückläufig. Deshalb sind die Bauern von São Jorge im Norden Madeiras böse darüber, dass die Regierung die Zuteilung aus den Wasserkanälen weiter kürzt und das Wasser stattdessen einer Firma zuleitet, die im staatlichen Auftrag Tunnellöcher bohrt. Auch in Zeiten, da das Wasser noch reichlich floss, gab es bereits Verteilungskämpfe. Am 21. August 1962 bezahlte eine junge Frau den Ungehorsam der Bauern gegenüber der Obrigkeit mit ihrem Leben. An die „Revolta das Águas“ erinnert heute ein Denkmal.

Der Kampf ums Wasser1

Brücke Ponta do Sol

Vorwärts und nicht vergessen

11. Juni 2007

Madeiras alte Wege und neue Straßen

Viele Touristen sind froh, wenn sie nach vierstündigem Flug ihren Ferienort binnen kurzer Zeit erreichen. Früher gondelte man stundenlang über Bergkämme hinweg, jonglierte auf der Steilküste und an Talrändern entlang, um durchgeschaukelt jwd seinen Koffer auszupacken. Diese Zeiten sind vorbei! Die Inselregierung hat einen Großteil der 35 Milliarden Euro, die seit dem Beitritt Portugals zur Europäischen Union nach Madeira flossen, dazu benutzt, Schluchten zu überspannen und Felsmassen zu durchlöchern. Auf Schnellstraßen rollt heute der Verkehr zügig rund um die Insel. Einer der längsten Tunnel Portugals (3,62 km) koppelt den Norden und den Süden unmittelbar aneinander. Entlegene Orte sind heute leicht anzusteuern. Madeira ist zusammengeschmolzen.

Vorwärts und nicht vergessen2

Zicklein trinkt

Menschenskinder!

27. Januar 2007

Bauer Manuel und seine Zicklein

Manche Zicklein kommen in Madeira schon zu Weihnachten zur Welt. Aber nicht alle haben – wie die Tiere im biblischen Bethlehem - einen trockenen Stall zum Schlafen. Am schlimmsten traf es ein Drittgeborenes. Die beiden Zitzen der Ziegenmutter waren exklusiv den beiden robusteren Geschwistern vorbehalten. Versuchte das kleinere Dritte am Euter zu saugen, drehte sich die Mutter weg. „Natürlich stirbt es“, bestätigte Bauer Manuel das Todesurteil der Natur. Doch eine wunderbare Wende rettete das kleine Tier.

Menschenskinder!3

Kater Bimbo

Kinderseite

24. Dezember 2006

Der kleine Kater Bimbo hat riesiges Glück

„Wenn ich einmal gross bin, werde ich ein Elefant“, meint Bimbo. Weil er so heisst, wie die Zirkuselefanten heissen. Aber der kleine Bimbo wächst schon lange nicht mehr. Und so wird kein Elefant aus ihm. Eher gleicht Bimbo den Kaninchen, die seine besten Freunde sind.

Kinderseite4

Tunnel

Wortwechsel

25. August 2005

Madeirensisches Know-How im Lipper Land?

Tunnel, Tunnel, Tunnel. Man ist ja viel schneller als früher. Aber die Landschaft wird völlig zerstört. Ein heisses Eisen, dieses Thema, und ein sehr umstrittenes. Viele Madeira-Touristen schimpfen über die Tunnel, die grüne Hügel aufreissen, Betoneinfassungen erfordern und für eine Menge mehr Strassenverkehr sorgen. Für Gesprächsstoff sorgen die Tunnels allemal. Neulich belauscht in der Hotelrezeption:

Wortwechsel5

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