Café Macaronesia

Café Macaronésia

25. Juli 2014

Eine Oase im turbulenten Markt-Treiben

eins - Hinter den bunten Fotomotiven in der Markthalle von Funchal gibt es noch eine andere Wirklichkeit. Da sitzen die Trachtenfrauen mit ihren Blumen aus Holland. Da warten im ersten Stock die Touristenjäger mit ihren exotischen Früchten aus Südamerika. Nur dienstags, freitags und samstags bevölkern die Bauern Madeiras mit regionalen Produkten das Erdgeschoss. Was den Besuchern verborgen bleibt, ist die virulente Drogenszene um den Markt herum, die Armutsprostitution, die es dort immer gab, die fliegenden Händler, die mit vielerlei Waren handeln. Nirgendwo kosten das Bier, der Schnaps oder das Sandwich mit „Carne de Vinho e Alho“ weniger als in den schäbigen Kneipen rund um den Markt, wo die Leute aus der Marktszene eine Pause machen. Teure Rechnungen stellt auf dem Dach des Marktes dagegen ein erlesenes Café aus. Dort läuft ein exklusives Gegenprogramm – geschmackvoll, weiträumig und ganz ohne Bedrängnis der Underclass ein oder zwei Stockwerke tiefer.

Café Macaronésia1

Anonas

Anona – Ernte mit ermutigender Bilanz

10. März 2014

Sogar nach Deutschland wurde exportiert

eins - Anona, Paradiesapfel, Zuckerapfel oder Cherimoya - die Frucht hat viele Namen. Trotzdem kennt sie kaum jemand in Mitteleuropa. Sie besitzt eine grüne Schale, das Fruchtfleisch ist weiß und schmeckt saftig süß. Wo man die schwarzen Kerne hin spuckt, wächst ein neuer Anona-Baum, jedenfalls in Madeira...

Anona – Ernte mit ermutigender Bilanz2

Madeirawein

Madeirawein und ewiges Leben

18. Februar 2014

Experiment mit Fliegen

sts - Die nachfolgende Geschichte ist eine Anekdote und nicht etwa zum Selbstversuch empfohlen. Die Hauptrolle darin spielt der Madeira-Wein. Nicht ganz unwichtig: einige kleine Fliegen, die dem schweren Getränk nicht widerstehen konnten. Und schließlich: Benjamin Franklin, bekannt als amerikanischer Staatsmann des 18. Jahrhunderts, der sich gern mit Naturwissenschaften beschäftigte.

Madeirawein und ewiges Leben3

Die Kastanien aus dem Feuer holen

27. Oktober 2013

Köstlichkeit am Straßenrand

eins - An den Bäumen in Curral das Freiras, Jardim da Serra und Serra de Água reifen die Früchte. Und am der Levada Nova im Westen der Insel gibt es so viele wie nie: „Ein gutes Kastanien-Jahr!“, sagt Wanderführer Manuel. „Brauchst Du nur noch einzusammeln.“ Die Verwaltung Madeiras rechnet mit einer Rekordernte von 87 Tonnen Esskastanien in diesem Herbst. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Produktion um 15 Prozent gesteigert werden.
Die Kastanienbauern haben sich schon vor Jahren von der Monokultur verabschiedet und kultivieren unterschiedliche Arten. Auch wurde seit 1999 die Bewirtschaftungsfläche von damals 78 Hektar auf heute 94 Hektar ausgeweitet. 17 Hektar davon dienen den 22 „biodynamischen“ Kastanienbauern.
Die frisch gerösteten Früchte schmecken besonders gut an dunklen Herbstabenden mit einer Prise Salz. Man erhält sie in Funchal am Hafen und an mehreren anderen Plätzen auf der Insel in einem Papiertütchen für wenig Geld.

Die Kastanien aus dem Feuer holen4

Bananen, Erdbeeren und Pfirsiche auf dem Tisch

Obst und Gemüse aus heimischem Anbau

13. Oktober 2013

Madeira reduziert die Einfuhr von Agrarprodukten um 25 Prozent

eins - Obst und Gemüse aus Spanien sehen gut aus. Aber sie stammen aus Agrarfabriken und werden tausende von Kilometern transportiert. Da freut sich doch der Kleinbauer von nebenan, wenn er dagegen halten kann. Ca. 800 madeirensische Bauern konnten in diesem Jahr 2,37 Millionen Euro Fördergelder einheimsen. Das ist nicht besonders viel, wenn man den Betrag pro Kopf ausrechnet. Aber immer mehr Madeirenser greifen nun zur Hacke.

Obst und Gemüse aus heimischem Anbau5

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