Berliner Ballen auf portugiesische Art

Der leckerste Berliner in ganz Europa

27. Oktober 2015

Portugals Berliner hat Raffinesse

Achtung Satire: so hätte es auch sein können

shei - Die Zehntausend, die auf dem John-F-Kennedy-Platz dicht gedrängt standen, schrien begeistert auf. Denn Michail Gorbatschow hatte ihr Herz getroffen. Der dicke Kohl war es gewesen, der den Reformer des Sowjet-Reiches mit den Worten:„Sag ihnen was, was gut runter geht“ auf die Bühne schubste. Gorbatschow redete nur kurz auf russisch, ließ den Übersetzer erst gar nicht ans Mikrofon, und sagte dann mit seinem grundehrlichen Gesichtsausdruck: „Ich will ein' Berliner.“
Von den Zehntausend, die sich nicht mehr einkriegten vor Begeisterung, war Helmut Kohl vielleicht derjenige, der am lautesten schrie.Er war auf der Tribüne aufgesprungen, hatte die Fäuste in die Luft gestreckt. In den historischen Sekunden der Euphorie hatte das Süßmaul im Kanzler obsiegt. Doch der Euphorie sollte – abseits der seligen Massen – eine herbe Enttäuschung folgen.

Der leckerste Berliner in ganz Europa1

Bio-Kiste

Bio-Lebensmittel

8. März 2015

Wo kaufen, wo bestellen?

eins - Der Anbau von Bio-Lebensmitteln boomt auf Madeira. Allerdings suchen viele Urlauber ohne Erfolg die Orte, an denen man Bio-Produkte erstehen kann.

Bio-Lebensmittel2

Sidra aus Prazeres

Sidra und Apfelessig

22. November 2014

Traditionell hergestellt in Prazeres

sts - Wer im Spätsommer in Prazeres wandern war, hat die vielen roten Äpfel in den Bäumen leuchten sehen. Die Bäume gehören alt gewordenen Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern. Allein mit der vielen Arbeit haben sie schon längst auf die Apfelernte verzichtet. Manche Jahre lang fielen die Äpfel einfach vom Baum und vermoderten, wurden allenfalls als Viehfutter aufgelesen.

Sidra und Apfelessig3

Indian House Meal

Vegetarisch, preiswert und ganz schön scharf

9. August 2014

Indisch essen in Funchal

sheila - Menschen, die kein Fleisch verzehren, vielleicht sogar keine keinen Fisch zu sich nehmen wollen, haben im katholisch geprägten Süden ein schweres Los. In Madeira schwimmen selbst in der Gemüsesuppe meist ein paar Stückchen Fleisch. Mehr Auswahl verspricht die asiatische Küche. Das Indian House in Madeiras Hauptstadt ist nicht das erste indische Restaurant in Funchal - die Küche gilt als lobenswert, die Tische in der Fußgängerzone sind einlandend - und hier gibt es eine gute Auswahl vegetarischer Gerichte.

Vegetarisch, preiswert und ganz schön scharf4

Café Macaronesia

Café Macaronésia

25. Juli 2014

Eine Oase im turbulenten Markt-Treiben

eins - Hinter den bunten Fotomotiven in der Markthalle von Funchal gibt es noch eine andere Wirklichkeit. Da sitzen die Trachtenfrauen mit ihren Blumen aus Holland. Da warten im ersten Stock die Touristenjäger mit ihren exotischen Früchten aus Südamerika. Nur dienstags, freitags und samstags bevölkern die Bauern Madeiras mit regionalen Produkten das Erdgeschoss. Was den Besuchern verborgen bleibt, ist die virulente Drogenszene um den Markt herum, die Armutsprostitution, die es dort immer gab, die fliegenden Händler, die mit vielerlei Waren handeln. Nirgendwo kosten das Bier, der Schnaps oder das Sandwich mit „Carne de Vinho e Alho“ weniger als in den schäbigen Kneipen rund um den Markt, wo die Leute aus der Marktszene eine Pause machen. Teure Rechnungen stellt auf dem Dach des Marktes dagegen ein erlesenes Café aus. Dort läuft ein exklusives Gegenprogramm – geschmackvoll, weiträumig und ganz ohne Bedrängnis der Underclass ein oder zwei Stockwerke tiefer.

Café Macaronésia5

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