Die Passionsfrucht reift

18. Mai 2017

Blüten und reife Früchte gleichzeitig am selben Strauch

eins - Die Blüten der Passionsfrucht oder portugiesisch „Maracujá“ haben einen Durchmesser von etwa zehn Zentimeter. Ihre Basisblätter gehen sternförmig auf. Darüber öffnet sich eine runde bunte Sonne. Sie stahlt in blauen, weissen, violetten, grünen und gelben Tönen. Drei Vogelhüpfer weiter hängt die kugelförmige Frucht: Zum Verzehr plfücken kann man sie, wenn ihre Schale von grün nach braun mutiert ist. Mit dem Messer in der Mitte durchschneiden und mit Hilfe eines Teelöffels auslöffeln. Der Geschmack ist süß-säuerlich frisch.

Es ist Maracuja-Zeit. Sie geht bis zum August. Dann verwelkt der schnell wachsende und üppig rankende Strauch. Die Pflanze ist in der Regel einjährig. Falls eine neue Pflanze nachwächst, dann ist im Vorsommer eine reife Frucht auf die Erde gefallen, irgendwann aufgeplatzt und deren Samenkerne sind ins Erdreich gelangt, wo sie zu gegebener Zeit zu keimen beginnen.

Von der Passionsblume wird gesagt, daß sie bei Schlafstörungen, Ängsten, Stimmungsschwankungen, Magen- und Darmbeschwerden und Erschöpfungszuständen hilft.
Mensch, die im Dauerstress leben, können auf natürilche Weise nicht genügend Gamma-Amino-Buttersäure (GABA) produzieren, wie der Körper sie zur Stressabwehr benötigt. Mit dem Verzehr von Marcuja-Früchten wird der Körper angeblich zur verstärkten GABA-Herstellung angeregt. Aus dem Hektiker wird ein selig lächelnder Buddha. So verkauft die Pharma-Werbung den Passionsblumen-Trockenextrakt in Kapselform.

Wer in den Madeira-Ferien täglich ein oder zwei der frischen, reifen Marcujas vertilgt, wird auch komplentativ lächeln können – weil die Früchte dem Gaumen einen frischen Geschmack schicken und die Ferienzeit ohnehin friedlich stimmt.

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