Ob der Nikolaus da noch helfen kann?

6. Dezember 2018

 Guter Wille wurde vom Leben bestraft

peter - Laut Polizeibericht stoppte vor ein paar Tagen ein Autofahrer in der Nähe von Santo Antonio seinen Wagen am Straßenrand. Aus Santo Antonio stammen der Fußballstar Ronaldo und andere windige Gestalten. Am Straßenrand stand eine Tramperin, der die Tür des Autos geöffnet wurde. Wie die Polizei schreibt, handelte es sich um Delfina, in Protokollen der Staatsmacht hinlänglich als Tagediebin bekannt, die sich Zutritt verschaffte. Die Fahrt wurde fortgesetzt. An dieser Stelle jedoch weist der Polizeireport eine Lücke auf. Es ist nämlich nicht klar, ob nun der Autofahrer freiwillig oder auf Grund gezielter Nachforschung seitens Delfina zweihundert Euro aus seiner Brieftasche verlor. Sicher ist nur, daß nach einer ruhig verlaufenen ersten Phase der gemeinsamen Fahrt, plötzlich die Beifahrerin solange auf den Chauffeur einschlug, bis sie zwei Hundert-Euro-Scheine in ihren Händen hielt. Der "Disput" - auch dies ein Begriff des Polizeiprotokolls - hatte zur Folge, daß der Fahrer die Kontrolle über den Wagen verlor und das Fahrzeug in das Wartehäuschen einer Buslinie krachte. Während der Fahrer nach der Kollision verdutzt hinter dem Lenkrad sitzen blieb, entwich Delfina behende mit dem Geld. Seitdem hält sie sich - auch hier die treffenden Worte des Polizeiprotokolls - an "ungewissem Ort" auf. Das heißt, die Polizei hat keine Idee, wo sie suchen soll. Dem gutwilligen Fahrer beschert das Nikolausfest gleich drei Probleme: sein Auto ist kaputt, sein Geld ist weg, und er muß sich gegenüber dem Verkehrsbetrieb verantworten, dessen Wartehäuschen beschädigt ist. Mit Sicherheit wird Delfina aufgespürt. Aber kann der Fahrer beweisen, dass sie ihn geschlagen und beraubt hat? Wenn die Dame anführt, er hätte ihr die zweihundert Euro zugesteckt in Erwartung einer Dienstleistung, die sie abwehren konnte, wird ein unparteiischer Richter mögliche Schlagspuren auf der Wange des Fahrers als Folge der Selbstverteidigung von Delfina gelten lassen müssen. So oder so, der gutmütige Fahrer verdiente einen Eintrag ins Goldene Buch vom Nikolaus.

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Ponta do Pargo Leuchtturm

Go West

10. November 2018

Der Leuchtturm von Ponta do Pargo

sts - Jede Nordseeinsel hat einen - doch auf Madeira ist man recht lange unterwegs, will man ihn sehen. Am westlichsten "Ende" Madeiras, fast anderthalb Autostunden von Funchal, unterhalb der Ortschaft Ponta do Pargo, hat man ihn erricht: den Leuchtturm.

Zwar gibt es auf der Insel noch weitere Leuchttürme - so auf der Ostspitze Ponta São Lourenço oder im Norden bei Santana. Doch wenn ein Tourist sagt, er war "am Leuchtturm", dann ist dieser gemeint. Tausende von Besucherinnen und Besuchern waren auch in diesem Jahr schon dort.

Go West2

Der Espresso heisst auf Madeira "Bica"

Kaffee trinken in Portugal

10. Oktober 2018

Der Genuss in Zahlen

eins - Früher gab es den kleinen schwarzen Kaffee, die Bica, und den Milchkaffee, der in Madeira Chinesa heißt. Vielleicht noch einen Kaffee mit sehr viel Milch, den Galão im Glas. In den vergangenen Jahren sind der Capuccino und der Flat White (Capuccino mit wenig Schaum) hinzugekommen. Mit dem Tourismusboom der letzten fünf, sechs Jahre ist die Menge des konsumierten Kaffees angestiegen.

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Santo da Serra Sonntagsmarkt

Apfelweinfest und Sonntagsmarkt

24. September 2018

Santo da Serra zum Herbstbeginn

eins - Der frisch gekelterte Apfelwein schmeckt süß und macht lustig. Auf der Bühne am großen Platz singen zwei gewichtige Herren mit Play-Back-Begleitung. Dazu tanzen zwei Go-Go-Girls steif und schüchtern an den Bühnenrändern. An der Kirche vorbei geht es zum Sonntagsmarkt von Santo da Serra. Ein buntes Treiben erwartet den Besucher.

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Weinfest in Estreito de Camara de Lobos

Weinfest in Estreito de Câmara de Lobos

10. September 2018

Mit Liebe und Herzblut

Am Wochenende wurde in der kleinen Gemeinde von Estreito de Câmara de Lobos das jährliche Weinfest gefeiert. Diesmal in der laufenden Ernte, noch längst nicht alle Weinstöcke sind abgeerntet. Einheimische und Gäste feierten gemeinsam, wie unsere Leserin Monika Kiefer-Topp beobachten konnte.

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