unabhängige Internetzeitung für Urlauber und Residenten der Insel Madeira
prost & plansch

Brunnen am John dos Passos Haus
aha | 16.06.2010

Endlich wieder sauberes Wasser

Bei den verheerenden Niederschlägen vom 20. Februar gingen unzählige Wasserkanäle zu Bruch. Das Leitungswasser war in einigen Regionen Madeiras danach nicht mehr keimfrei, anders als es jahrzehntelang überall auf der Insel selbstverständlich war. Außerdem hatten die Bäche und Flüsse hatten soviel Geröll an Küstenzonen und Strände gespült, dass an Baden im Sommer noch nicht zu denken war. Doch das staatliche Laboratorium für Öffentliche Gesundheit hob Anfang Juni alle Bedenken auf.

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Da ham wa den Salat

Maria Jose
eins | 01.12.2009

Heimisches Obst und Gemüse ist rar in Madeiras Hotel- und Restaurantküchen

Nicht jede Köchin hat es so gut. Maria Jose geht erst einmal im hoteleigenen Garten ernten, bevor sie den Herd entflammt. Natürlich schmecken später die Gäste im Restaurant der Quinta Alegre, dass dort das Obst und Gemüse fast immer frisch auf den Tisch kommen. Salat und Radieschen, Kohl für die typische „Caldo Verde“ und Obst für die selbstgekochten Marmeladen holt die Köchin sich frisch aus dem Garten des Hotels unter deutscher Leitung, das im Westen Madeiras, in Estreito da Calheta, gelegen ist. Selbst ein großer Teil der Kartoffeln wachsen auf dem Feld oberhalb des Hotels. Davon können andere Köche nur träumen. Nach Angaben eines der größten Lieferanten Madeiras langen 95 % des Obstes und Gemüses, das die Urlauber auf ihrem Teller finden, per Container auf der Insel an.

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Billiger Trick oder teurer Nepp?

Petiscos
eins | 22.07.2009

Manchmal ist der gastfreundliche Appetithappen reine Abzocke

„Da sitzt du schön am Abend im Restaurant mit Meerblick und wartest auf deinen Fisch. Aus der Küche strömen Gerüche wie im Schlaraffenland. Den Wein kriegst du im Voraus, mit einem Überraschungsei serviert: kleiner Teller Tintenfischsalat und Knoblauchbrot. Unaufgefordert und klasse! Stillt schon mal den ersten Hunger. Später reibst du dir die Augen bei der Rechnung. Acht Euro extra kostet die freundliche Geste des Hauses.“ Günther Kamphusen aus Brilon (Name geändert, die Red.) ärgert sich über die falsche Gastfreundlichkeit. Leider passiert das immer öfter auf Madeira. Nicht bestellte Appetithappen werden saftig in Rechnung gestellt. Laut Reiseführer „Top 10 Lissabon – American Express Reiseführer“ ist solch Geschäftsgebaren in Lissabon gang und gäbe. Landestypisch etwa? „Komische Sitten“, quittiert der Sauerländer seinen überteuerten Restaurantbesuch.

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Herzhaft, gut und preiswert

Bar da Murca
eins | 16.01.2009

Urig in der Hauptstadt essen

Feriengäste klagen immer wieder darüber, daß die Mahlzeiten in ihren Hotels bloß internationalen Standards entsprechen, nichts aber von der einheimischen Kochkunst verraten. Wer typisch madeirensisch essen will, gehe zum Beispiel in die „Bar da Murca“ in Funchal. An den vier Tischen, die auf dem Pflaster vor dem Restaurant stehen, sitzt und speist es sich luftig und ordentlich. Alle Gerichte werden täglich frisch zubereitet.

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Schwarzes Brot

Brotbacken
eins | 04.01.2009

Das Arme-Leute-Essen als Spezialität

Aus den Einkaufswagen von Madeirensern quellen nicht selten Berge von rohem Fleisch hervor. Mit dem aufziehenden Wohlstand überkam die Insel ein Hang zur Fehlernährung. Als Madeira noch das Armenhaus der Nation war, aßen zumindest die einfachen Leute gesund: Mittags und abends gab es Gemüsesuppe oder Eintopf, zum Frühstück und als Pausenschnitte schwarzes Brot.

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Honigkuchen

Bolo de Mel
eins | 23.12.2008

Weihnachten am leckersten

Dass der Bolo de Mel ganzjährig feilgeboten wird, verdankt sich den Engländern. Diesen Madeira-Touristen der ersten Stunde gelüstete es in jeder Jahreszeit nach dem klassischen Weihnachtsgebäck. Tatsächlich stellt Honigkuchen den Magen beim Tee rundherum zufrieden, und sein Genuss, zusammen mit ein paar Gläschen Madeira-Wein, ruft selbst nach Sonnenuntergang eine glutrote Wärme vom Meeresboden zurück. Seinen süß-melancholischen Geschmack entfaltet der madeirensische Honigkuchen aber am intensivsten, wenn es früh dunkel wird und das Christkind von der Wallfahrtskirche aus mit dem Korbschlitten unterwegs ist.

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Gesund und lecker

Bio-Markt
eins | 24.03.2008

Bio-Markt in Funchal setzt neue Akzente

Bislang vier Stände werden jeden Mittwoch an der Avenida Arriaga aufgebaut. Im Spannungsfeld der Bank von Portugal und dem Golden Gate stehen leuchtendrote Tomaten, orangefarbene Möhren oder Zitronen mit grüngelber Schale zum Verkauf. Jede Frucht ist individuell und besonders; groß oder klein, schief oder gerade gewachsen. Auch die Kunden des Bio-Marktes sind individualistisch: Residenten und Urlauber mit erlesenem Geschmack und vereinzelt auch Einheimische, die sich der Idee gesunder Ernährung verschreiben haben.

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Anona-Fest in Faial

Anonas
eins | 15.02.2008

Am letzten Februarwochenende tanzt im Norden der Bär

Die Anona ist eine tropische Frucht, die im Winter reift. Ihre exotische Süße betört den mitteleuropäischen Gaumen, erfrischt, obwohl jegliche Säure fehlt. Die Anona heißt auch Zimtapfel oder Cherimoya. Ihr zu Ehren wird am 23. und 24. Februar in Faial rund um die Kirche gefeiert, was das Zeug hält. Hoffentlich tanzt der Wettergott mit.

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Sonntags ist Bauernmarkt

Bauernmarkt
eins | 09.02.2008

Supermärkte im Schnitt um 25 Prozent teurer

Ein Pick-Up kurvt durch die bäuerliche Siedlung. Das Megafon auf dem Dach des Führerhauses verzerrt die Worte des Fahrers: „Leute, kommt herbei. Ich kaufe eure Kartoffeln, 30 Cent das Kilo.“ Der Zwischenhändler sammelt landwirtschaftliche Produkte für die Supermärkte, die die Ware mehr als doppelt so teuer verkaufen. Nur wenige Bauern schleppen ihre Kartoffeln zum Wagen, wo sie abgewogen werden. „Lumpige Cent für so viel Knochenarbeit,“ schimpft Candida (68), die nicht verkauft. „Unsere Kartoffeln sind nur für den Eigenbedarf.“ So machen es viele. Ein anderer Teil der Bauern (8,5 Prozent) verkaufen mit knapper Rendite auf Bauernmärkten - den alten und den neuen.

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Sauer, aber lecker

Apfelbaum
sheila | 02.11.2007

Ebbelwoi-Probe in Prazeres

Der erste Eindruck ist – sauer. Richtig sauer ist dieses Getränk und dazu schmeckt es stark nach Hefe. Der zweite Eindruck ist – erfrischend, leicht, warm. Der madeirensische Apfelwein verblüfft. Wer einen fruchtig-süßen, perlenden Cidre aus der Normandie oder der Bretagne erwartet, ist enttäuscht. Doch wer sich auf das Gläschen Sidra einläßt, das die Wirtsfrau mit erwartungsfroher Miene auf die Theke gestellt hat, freut sich über den wunderbar herben Nachgeschmack, über das erstaunliche Volumen dieses Obstweines, über das wohlige Gefühl im Magen.

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Espada-Sandes vom Feinsten

Snack Bar am Cabo Girao
sts | 17.03.2007

Snack am Aussichtspunkt

Hier oben hält es niemanden mehr in seinem Mietwagen, jedenfalls nicht bei gutem Wetter. Dann hat man nämlich eine Aussicht bis weit in die Bucht von Funchal hinein, gerahmt vom Grün der Berge und vom Blau des Meeres. Anhalten und Pause machen ist eine gute Idee.

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Frisch auf den Tisch

Leite Vigor
eins | 21.12.2006

Halbfette Frischmilch in Funchal und auf Porto Santo im Testangebot

Das Monopol der H-Milch auf Madeiras Markt ist zunächst einmal gebrochen. Filialen des Supermarktes Pingo Doce bieten probeweise homogenisierte und pasteurisierte Frischmilch aus Festlandportugal an.

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Proviant für unterwegs

Proviant
eins | 05.12.2006

Wandern macht hungrig

Vergeblich halten müde Wandersleute Ausschau nach einem Erfrischungskiosk oder wenigstens einem Getränke- und Eisautomaten. Madeira ist reich an natürlichen Panorama-Picknick-Plätzen entlang der Wanderwege. Doch Ess- und Trinkbares befördert dorthin ausschließlich der eigene Rucksack.

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Trinkwasser

Brunnen
eins | 22.09.2006

Leitungswasser kann man bedenkenlos trinken

Selbst kritische Umweltgruppen bescheinigen dem Leitungswasser Madeiras eine gute Qualität.

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Obst und Gemüse von bester Qualität

Minimercado
sts | 10.09.2006

Der Kramladen auf dem Land überrascht

Madeira ist die Blumeninsel. Üppige Vegetation erwartet einen selbst im trockenen Hochsommer. Der Wanderer entdeckt unterwegs Mango- und Avocadobäume, das Auge freut sich an knallroten Tomaten, graugrünen Kiwis und tiefgelben Zitronen. Wo kann man solche Köstlichkeiten kaufen? Gibt es denn wirklich nur die grosse Markthalle in Funchal?

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Makrobiotisch essen

Rui und Jeannette
eins | 28.08.2006

Neues vegetarisches Restaurant in Funchal

Im Souterrain liegt der Bio-Laden, eine Etage höher – zu ebener Erde also – das Restaurant „Ao Natural“. Von der Altstadtgasse führt eine kleine Brücke hinüber. Symbolisch gesehen, betritt man Neuland. Auf Madeira war die makrobiologische Ernährungsweise bislang weitgehend unbekannt. Echte Kenner der Ying-Yang-Lehre werden sich freilich im großen hellen Speisesaal mit den lachsfarbenen Marmorwänden sofort heimisch fühlen.

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Licht und Luftig

Bar Paulinho
eins | 11.07.2006

Paulinhos Snack Bar setzt Akzente

Madeiras Gastwirtschaften pflegen in der Regel den "iberischen" Stil. Die dunklen, ungastlichen, mit Neonlicht ausgestatteten Spelunken vergällen einem den Kaffee, das Bier, vom Gläschen Wein ganz zu schweigen. Ein Wirt in Arco de Calheta scherte aus der Tradition aus. Senhor Paulinho errichtete einen Glas-Pavillon vor der Dorfkirche.

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Noch eine portugiesische Leckerei

broa castelar
eins | 09.01.2006

Die Broa Castelar ist kaum bekannt , doch ausgesprochen deliziös

Wer unter den Madeira-Reisenden kennt nicht die Honigkuchen-Spezialität der Insel? Ebenfalls schmackhaft, aber weniger kalorienreich, ist die Broa Castelar – ein Gebäck, das zu 50 Prozent aus Süßkaroffeln besteht.

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Pimpinella-Curry-Suppe

Pimpinellas
eins | 18.12.2005

Eine kleine Verfeinerung der madeirensischen Küche

Die Pimpinella ist eine Kürbisart. Sie wächst wie Unkraut, schmeckt nach Nichts und ist die Gemüseleibspeise der Madeirenser. Die deutsche Madeira-Residentin Stefanie hat eine Suppe kreiert, in der die Langweiler-Frucht zu peppigem Leben erwacht.

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Süßkartoffeln mit Camembert

Süßkartoffeln mit Camembert
eins | 12.11.2005

Eine Bereicherung für die Küche Madeiras

Eine typische Madeirenserin ist Dona Otilia nicht. Zumindest was ihre Vorliebe beim Essen angeht. Während ihre Landsleute ausgesprochen deftig und kräftig zulangen, bringt die Hobbyköchin traditionelle Speisen mit unkonventionellen Geschmacksnoten zusammen.

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Weinseligkeit

Madeirawein
eins | 01.08.2005

Der Madeirawein. Ein Kabinettstück

Dem Erdboden Madeiras fehlt Kalk. Folge davon – und darüber hinaus Konsequenz des ausgeglichenen Klimas - ist eine tropische Pflanzenwelt, die auf dem betreffenden Breitengrad eigentlich nichts verloren hat (sagen inselreisende Biologen immer wieder – augenreibend und kopfschüttelnd). Gleichfalls resultiert aus dem Fehlen von Kalk im Erdreich der Insel eine leider nur bescheidene Weinqualität. Der Madeirawein macht aus der Not eine Tugend. Er veredelt vier geniessbare Weine mit unterschiedlichen Charakteren durch langjährige Wärmereifung und Eichenfaßlagerung zu edlen Tropfen. Unter Zuführung von Alkohol entsteht ein fast zwanzigprozentiger Apéritif oder Digestif, der zum Kochen viel zu schade ist (sagen Weinselige mit rührender Miene).

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Gesund leben

Bio-logos
eins | 28.03.2005

Gut sortierter Bio-Laden in Funchal

Vier Madeirenser glauben an die Macht natürlicher Produkte. Sie sind mit „Bio-logos“ seit vierzehn Jahren erfolgreich und werden zum Herbst 2005 über ihrem Laden ein vegetarisches Restaurant eröffnen.

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Essen mit Aussicht

Miradouro vor Boaventura
sts | 25.10.2004

Wilde Schönheit im Norden Madeiras

Hier kann man natürlich auch gut essen. Ein Teller Fischsuppe von rötlicher Farbe, nach frischen Kräutern duftend und mit herrlichem, grätenfreien Fleisch, läßt die Qualitäten des Kochs erahnen. Doch die eigentliche Attraktion ist hier nicht die feine Küche, sondern die atemberaubend schöne Aussicht.

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Fisch und Meeresfrüchte

A Poita in Madalena do Mar
anke | 24.07.2004

Hier tafeln nicht nur Touristen

„Fisch und Meeresfrüchte“ stand auf der Wunschliste der Gäste – wohin also im „wilden Westen Madeiras“? Das Restaurant „A Poita“ in Madalena do Mar wird vor allem von Wandergruppen immer wieder empfohlen.

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Café O Concerto

Café O Concerto
sts | 11.07.2004

Grüne Pause in Funchal

Wer stundenlang tapfer über das Kopfsteinpflaster Funchals wandert, um die Schönheiten der Hauptstadt zu entdecken, sehnt sich manchmal nach einer Pause, nach einem Moment des Ausruhens im Grünen.

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