Freihandelszone

Der Insel Madeira geht ein Stern auf

29. März 2009

In Kürze erscheint EUTELSAT am Horizont

Am 30. März ist Count Down. Dann schießt die französische Firma Eutelsat ihren 25. Satelliten auf Kurs. In einer Höhe von 36 Tausend Kilometern wird das Flugobjekt schließlich über Madeira stehen. Parallel dazu bewegt sich eine französische Elitetruppe auf die Freihandelszone des Eilandes zu. Darin soll ein Camp entstehen, aus dem Spezialtechniker das künstliche Himmelsgestirn lenken und einrichten. Obwohl der französische Staatspräsident immer wieder Front gegen europäische Off-Shore-Enklaven lanciert, schlüpfen die Satellitenbetreiber aus den Land von Käse und Wein wohlgemut bei den Madeirensern unter.

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Einkaufszentrum Dolce Vita

Verödet Funchal?

12. Dezember 2008

Die Restaurants halten der Krise stand, Läden hingegen sterben

Während der vergangenen achtzehn Monaten gaben inselweit 384 Ladeninhaber, Händler und Dienstleister auf. Ein Großteil davon in Madeiras Hauptstadt. Dort stehen nach Angaben des Handelsverbandes fünfzig weitere Läden vor dem Aus.

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Windrad Aufbau

Neue Kraft gewinnen

3. Dezember 2008

Madeira emanzipiert sich vom Erdöl

Ökos sind sie wahrhaft nicht. Aber der Energiemarkt lässt ihnen keine andere Wahl. Madeiras Entscheidungsträger landen mit Volldampf im Lager der alternativen Energie.

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Levada 25 Fontes

Seilbahn in den Lorbeerwald?

6. November 2008

Gegner fürchten Beton und Plastikmüll im Naturschutzgebiet

Die Levadas bei Rabaçal führen mitten durch ein wunderschönes großes Stück urtümlichen Lorbeerwalds im Westen Madeiras. Wer dort spazieren oder wandern will, muss sich ein bisschen anstrengen. Zwar gibt es hier sogar Wegweiser und die Wege sind gut gepflegt. Und bis zum Forsthaus kann man über die alte Straße sogar mit einem Shuttle-Bus des Landkreises Calheta für wenig Geld hinunter fahren – und vor allem später auch wieder hinauf. Doch selbst der kurze Spaziergang zum Risco-Wasserfall benötigt vom Forsthaus aus immerhin noch knapp eine Stunde hin und zurück, auf gutem, fast ebenem Weg.

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Bauzaun mit Yachthafen

Lugar de Baixo: Yachthafen vor dem Aus

13. August 2008

Inselregierung verkauft Fehlplanung als Erfolg

Schon vor dem ersten Spatenstich begann das Malheur. Das Laborschiff, das Bodenproben nahm, lief auf Grund. Die unberechenbaren Strömungen in der Bucht von Lugar de Baixo verhinderten die Rettung des Schiffs. Später, als der Yachthafen fertig gestellt und seiner Bestimmung übergeben war, brachen hohe Wellen die Schutzmauer des Hafenbeckens. Nach der Ausbesserung und Verstärkung der Mauer riss eine weitere Breitseite sie wieder ein. Dann bombardierten herabstürzende Felsbrocken das Parkhaus und den Platz davor. Der Yachthafen von Lugar de Baixo ist vier Jahre alt und war ganze fünf Monate in Betrieb. Es scheint, als habe Madeiras Regierung 32 Millionen Euro in den Sand gesetzt. Mit der kürzlich lancierten Ankündigung einer Übernahme des Geländes durch die größte Hotelgruppe Portugals aber stricken die für den Flop Verantwortlichen weiter an einer Erfolgsstory.

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