Druckansicht

Tipps & Infos: Aus dem Parlament

6. Juni 2018

Sterbehilfe vereitelt

eins - Vier Gesetzentwürfe zur Entkriminalisierung der Sterbehilfe sind am 29. Mai im portugiesischen Parlament nacheinander gescheitert. Es ging jeweils um hauchdünne Mehrheiten, die die Reform des Strafrechts blockieren konnten.

Die nicht-konservativen Parteien, die allesamt für aktive Sterbehilfe in Portugal eintreten, besitzen eine Mehrheit im Parlament. Aber sie konnten sich nicht auf einen Kompromiss einigen. So brachten nacheinander die Tierpartei, Kommunisten, Sozialisten und der Linksblock einen eigenen Gesetzentwurf ein, und strauchelten bei den jeweiligen Abstimmungen über folgenschwere Enthaltungen der Mitstreiter in der Sache. Die Konkurrenz untereinander in der Frage: Wer hat das „richtigste“ Gesetz, ließ die konservativen Parteien, obwohl numerisch in der Minderheit, als knappe Abstimmungssieger hervorgehen. Die rechtsliberalen Zentristen (CDS) und die rechtsgerichteten Sozialdemokraten (PSD) lehnen die altive Euthanasie rundheraus ab.

Leserbriefe

Keine Leserbriefe vorhanden