Feuer Ponta do Sol September 2017
Die Flammen fressen sich über die steilen Hänge im Tal von Ponta do Sol

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Höchste Zeit, dass der erste Regen fällt!

18. September 2017

Südküste mit täglich neuen Brandherden

eins - War man froh, den August einigermaßen glimpflich überstanden zu haben. Das Inferno von 2016 hat sich nicht wiederholt. Doch nun, im September, zeigt sich, dass die Feuergefahr längst nicht gebannt ist. Absolut trocken sind Hänge und Täler der Südküste.

Plötzlich stehen Büsche in Flammen, brennen ganze Hänge lichterloh. So geschehen oberhalb von Câmara de Lobos, von Ribeira Brava und unangenehm nah an Ponta do Sol. Die Feuerwehr tut ihr Bestes, kommt aber oft gar nicht zum Feuer, wegen der Unwegsamkeit. „Wie sollen die Männer da dran kommen,“ sorgt sich Senhora Linda aus Lombada, als sie mit ihrem Mann die Flammen sieht, die bedrohlich nah an ihre Äcker heranreichen. „Es ist jedes Jahr dasselbe,“ schimpft ihr Mann Carlos. Auch wenn der Brandschutz in diesem Jahr offenbar sehr viel ernster genommen wurde, auch wenn die Polizei viele Male ausrückte, um „individuelle“ Feuer auf den Äckern zu unterbinden, hat es in der Übergangszone vom Agrarland zum Wald im Süden Madeiras auch in diesem Jahr wieder häufig gebrannt.

Die Wanderungen bei Fontes und Trompica, an der Boca da Corrida und entlang der beiden Levadas von Ponta do Sol sind im Moment gesperrt bzw. beeinträchtigt. Die Ost-West-Verbindung vom Encumeada-Pass Richtung Paul da Serra ER 105 wurde nach einem Waldbrand am Forsthaus Lombo do Mouro gesperrt.

Im Süden wartet man sehnlich auf den ersten großen Regen, der bestenfalls schon im September fällt. Der Norden Madeiras verzeichnet seit mehr als vier Wochen geringe Niederschläge, sodass dort keine Brandgefahr besteht.

Wenn es an der Südküste zum ersten Mal richtig regnet, ist die Feuergefahr gebannt. Dann aber kommt die Gefahr des Steinschlags. Denn der plötzliche Niederschlag weicht die ausgetrocknete Erde auf und löst Steine und Geröll von der Hanglage ab. Einmal in Fahrt, rollen Felsstücke bergab und können durchaus auf Wegen und Straßen landen.

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