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viel besucht in den vergangenen Tagen:der Internetauftritt des Flughafens

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Die Rollbahn war vom Wind leer gefegt

8. August 2017

Madeiras Flughafen erlebte am Wochenende des 5. und 6. August turbulente Zeiten

hannich - Auf der Insel ging es im Großen und Ganzen normal zu. Die Südküste mit Badewetter, die Nordküste mit Fieselregen, Porto Moniz - die Nordwestspitze - ziemlich windig. Nur im Osten tobten starke Windböen. Aber genau da liegt der Flughafen. Einige Maschinen schafften es noch, am Samstag Nachmittag runterzukommen. Frag nicht Wie! Danach ging gar nichts mehr.

Am Schlimmsten hatten es Passagiere aus Berlin. Landung wegen widriger Umstände auf der Nachbarinsel Porto Santo. Da sich am Samstag Abend keine Chance abzeichnet, auf Madeira sicher landen zu können, und Porto Santos Zimmerkapazität ausgeschöpft ist, fliegt die Maschine Teneriffa zur Übernachtung an. Am Sonntag morgen vergebliche Landeversuche über Madeira, danach wieder Porto Santo. Wer wollte, konnte hier aussteigen. Das Flugzeug flog zurück nach Berlin. Am besten hatte die Transavia vorgeplant. Das turbulente Wochenende von Madeira war meteorologisch vorhergesagt. Seine Wochenendflüge aus Amsterdam und Lyon hatte das französische Luftfahrtunternehmen nach Porto Santo umgebucht und für die Passagiere eine sich nahtlos anfügende Fähre nach Madeira gechartert.

Insgesamt waren zehntausend Personen von den Turbulenzen über dem Flughafen betroffen. Viele wurden in Hotels über die ganze Insel verteilt. Einige kampierten im Flughafengebäude. Urlauber, die auf gepackten Koffern in Stuttgart oder Frankfurt saßen, wurden nach Hause geschickt um anderntags in einem Nachtflug nach Madeira geschickt zu werden. Kritik hörte man häufig in der angespannten Situation des Flughafengebäudes. "Madeira braucht einen zweiten Flughafen im Landesinneren," sagte ein Reisender resigniert. "Der bestehende Flughafen liegt zu dicht am Meer und kriegt alle Böen direkt ab." Doch Madeira ist eine kleine Insel, die keinen Platz hat für einen weiteren Flughafen. "Wenn es jetzt schon das zweite Mal in diesem Sommer ist, dass der Flugverkehr wetterbedingt zusammen bricht", sagte eine Reisende impulsiv, "dann müssen die Verantwortlichen der Tourismusbehörde eine schnelle Fähre von Porto Santo nach Madeira für solche Fälle parat haben."  Tatsächlich würde eine Fähre, die von Porto Santo bis zum Hafen von Caniçal  fährt, der nahe beim Flughafen liegt, Abhilfe schaffen. Der Tourismusverantwortliche in der Regionalregierung ist vor allem ein smarter Typ. Jetzt müßte er handeln, um Ähnliches in Zukunft zu vermeiden. Ein Witzbold sagte nach dem zweiten Wettereinbruch des Flughafenverkehrs: "So drastisch ist das erst, seitdem er Cristiano-Ronaldo-Airport heisst."                                                

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