Algenzucht  zur Stromgewinnung auf Porto Santo

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Grüner Erfolg auf Porto Santo

11. August 2019

Mikroalgenproduktion läuft

sts - Erstmals wurden im Juni elf Tonnen wertvoller Biomasse - getrocknete Mikroalgen aus dem Meer - von Porto Santo aus in alle Welt verschickt, berichtete die Tageszeitung "Diario de Noticias". Die Firma auf Madeiras Nachbarinsel, betrieben von den Elektrizitätswerken Madeiras, rechnet mit einer Einnahme von zwei Millionen Euro für das Jahr 2019.

Ist der Produktionsort der marinen Mikroalgen in den hohen, schmalen Röhren zu finden, die am Hafen von Porto Santo stehen? Oder wird in diesen Röhren Biomasse für genau die Energie erzeugt, die man für die Zucht und Aufbereitung der wertvollen Mikroalgen benötigt? Diese Frage läßt die Tageszeitung offen - grün ist das Produkt in den Röhren in jedem Fall. 

Die Käufer benötigen die Mikroalgen aus Porto Santo für Lebensmittel, für Kosmetik und Medikamente. Auch Tiernahrung enthält marine Mikroalgen. Wenn die Anlage weiter so gut läuft, hat die "Goldene Insel" einen Wachstum versprechenden Wirtschaftszweig entwickelt - für die vom Tourismus abhängige Insel von großer Bedeutung. Immerhin 48 Frauen und Männer sind mit den Algen beschäftigt. 

Von der grünen Farbe animiert, mag mancher Tourist ein neues "Superfood" hinter der Sache vermuten. Auf eigene Faust wildwachsende Algen auf Porto Santo zu ernten, um das Mittagessen aufzupeppen, wird jedoch nicht empfohlen. Ein übermäßiger Verzehr kann durchaus zu gesundheitlichen Problemen führen. Die Mikroalgen aus der Fabrik sind mit den grünen Blättern oder Fäden, die an Felsen oder am Strand gefunden werden, keineswegs identisch.

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