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Madeirawein
Ein edler Tropfen - der Madeirawein

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Madeira-Wein unter Druck

29. April 2019

Trump will Strafzoll verhängen

eins - Der Madeira-Wein befindet sich auf einer Durststrecke. Die Marke kämpft gegen ihr old-fashioned Image. Man assoziiert Madeira-beschwerte Saucen am opulenten Rinderbraten. Oder die Degustationen für Touristen im Zentrum Funchals, bei denen der Wein in Schokoladen-Becherchen gereicht wird, die zum Schluß selbst dem Verzehr anheim fallen. Leserinnen und Leser, die auf Frisches und Knackiges stehen, schütteln sich jetzt. Kein Wunder, daß der Absatz des Madeiraweins beständig gesunken ist. In diese Tendenz knallt nun der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika hinein. Bittere Rache ist sein Motiv, und die macht vor einem süßen Tropfen nicht Halt.

Es gab einen Lichtblick im Abwärtstrend. Das war 2017. Besonders in Nordamerika verkaufte sich der Madeira-Wein prächtig. Die USA wurden mit einer Einfuhr im Wert von 2,8 Millionen Euro weltweit der größte Importeur des Madeira-Weins, informierte die Tageszeitung Diario de Noticias. 2018 brachen die Zahlen wieder ein, sowohl in Portugal als auch auf breiter Linie in Europa und Amerika. Schwarze Wolken kamen zurück. Nun gerät der Madeira-Wein just in den Konflikt zwischen Boeing und Airbus. Boeing ist schwer angeschlagen. Da ist America ganz und gar nicht „great again“. Und das europäische Gemeinschaftsprojekt Airbus bekommt gleichzeitig Aufwind durch Förderungen seitens der EU. Das erzürnt Donal Trump Sofort macht er eine Gegenrechnung auf. Er droht mit Strafzöllen für eine neue Reihe von europäischen Produkten – darunter der Madeira-Wein. Trotz des Einbruchs gehen noch immer große Mengen der Insel-Marke in die USA. Sollte Trump Ernst machen, wäre das als würden die Abstürze von Boeing auch den Madeira mit herunterholen.

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