Katze

Druckansicht

Funchal prescht bei Tierschutz vor

13. Februar 2018

Hauptstadt startet Sterilisierungs-Kampagne für streunende Hunde und Katzen

eins - Häufig werden Hunde zum Weihnachtsfest verschenkt und im Februar darauf vor die Tür gejagt. Die Zahl der sogenannten Straßenköter wächst. Das Tierheim von Funchal war im Jahre 2014 nicht mehr Herr der Lage. Es wurden 1800 Hunde und Katzen eingeschläfert. Das waren 68 Prozent der aufgenommenen Tiere. Mit solcher Praxis macht die Umweltdezernentin im Rathaus der Hauptstadt Schluss. Es sollen 1710 Hunde und Katzen sterilisiert werden, um auf diesem Weg die Zahl der „Vagabundos“ - wie man portugiesisch sagt – mittelfristig zu verringern.

1050 Rüden und Kater und 660 Hündinnen und Kätzinnen (das ist tatsächlich der korrekte Begriff für eine weibliche Katze, die Redaktion) werden im laufenden Jahr ihre Fruchtbarkeit einbüßen. Die wildlebenden Tiere stammen nicht nur aus Funchal. Eine Vereinbarung des Städte-Tags Madeira schließt alle Hunde und Katzen, die inselweit aufgegriffen werden, in die Sterilisierungs-Kampagne mit ein.

Eine Million Euro kostet die Aktion für die Tiere. Dabei geht es nicht nur um die Sterilisation. Es wurde eine alte Schule im Stadtteil Santa Maria Maior – oberhalb von Funchals Altstadt – zum Veterinären Zentrum umgebaut, mit regelmäßigen Sprechstunden einer kommunal angestellten Tierärztin. Auch können ab dem 17. Februar Hundehalter aus Funchal ihre Tiere kostenlos impfen lassen. Sie müssen sich bei ihrem zuständigen Gemeindeamt (Junta de Freguesia) als Hauptstadt-Residenten ausweisen (Strom- oder Wasserrechnung vorlegen) und bekommen dann den Impftermin zugeteilt.

Andere Regierungsbezirke Madeiras bemühen sich, es der Hauptstadt gleich zu tun. Die Einrichtung eines kommunalen Veterinären Dienst ist seit 2017 in Portugal gesetzliche Bestimmung, die nur zögerlich befolgt wird.

Leserbriefe

Keine Leserbriefe vorhanden